Chili (flockig)
verschärft jede Schokolade durch sein feuriges Aroma.
Die Gattung Paprika (Capsicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und enthält den für die Schärfe verantwortlichen Stoff Capsaicin. Der Ursprung der Paprika-Arten ist Mittel- und Südamerika. Die einzelnen Arten wurden durch Vögel bis nach Mittelamerika ausgebreitet. Auf den Reisen ab 1492 hatte Christoph Kolumbus auch zum Ziel, das damalige Pfeffer- und Gewürzmonopol Venedig zu brechen. Nachdem er – seiner Vermutung nach in Indien – landete, lernte er dort scharfe Früchte, die von den Einwohnern zum Würzen von Speisen verwendet wurden, kennen. Milde Paprikasorten, die fast keine Scharfstoffe mehr enthalten, wurden erst in den 1950er Jahren gezüchtet. Im Gegensatz zu den zungenreizenden Geschmacksnerven, die zwischen süß, bitter oder salzig unterscheiden, wird bei dem Inhaltsstoff Capsaicin ein Hitze- bzw. Schmerzreiz verursacht und umso intensiver wird der Geschmack wahrgenommen. Die Konzentrationshöhe der Inhaltsstoffe ist also entscheidend. Einige Arten (Tepin, Habanero) sind beispielsweise 1000-mal so scharf wie normale Peperoni. Das Capsaicin wird von Drüsenzellen als gelbliches Öl gebildet. Plazenta und Samenscheidewände enthalten meist alle vollständigen Capsaicinoide einer Paprikafrucht, die Capsaicinkonzentration in der restlichen Frucht nimmt mit zunehmender Entfernung von der Plazenta ab. Logisch ist dann auch die Behauptung, die Spitze wäre weniger scharf als das Ende der Frucht.


